Bodenschonende Erdverkabelung im Fokus - Hildesheimer Delegation aus der Landwirtschaft trifft sich auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Bernd Westphal in Berlin mit Experten zum Thema Suedlink

 
Foto: Bernd Westphal, MdB
 

Die voraussichtlich von Suedlink betroffenen Landwirtinnen und Landwirte aus dem Landkreis mit den Suedlink-Verantwortlichen zusammenzubringen war die Intention eines vom Hildesheimer Bundestagsabgeordneten Bernd Westphal organisierten Expertengesprächs im Deutschen Bundestag.

Nach zwei Vor-Ort-Terminen bei Landwirtschaftsbetrieben in Dötzum und Mölme hatte Westphal ein solches angeregt. „Mir ist es wichtig, dass die Menschen miteinander reden, statt übereinander“, so der SPD-Politiker.

 
 
Foto: Bernd Westphal MdB

Für das Expertengespräch hatte der Abgeordnete, der in der SPD-Fraktion die Funktion des wirtschafts- und energiepolitischen Sprechers innehat, alle relevanten Akteure in den Deutschen Bundestag gebeten. So waren Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur mit den für Stromtrasse Suedlink zuständigen Referatsleitern und der Übertragungsnetzbetreiber Tennet mit zwei Mitarbeitern vertreten. Ebenso war Werner Spiegel, Geschäftsführer der AGS Verfahrenstechnik GmbH, anwesend. Spiegels Firma hat ein Schmaltrassenerdverkabelungsverfahren entwickelt, in das viele potentiell Betroffene große Hoffnung setzen.

Aus dem Landkreis Hildesheim angereist waren Ilsemarie Peters (Mölme), Anne Fuhrberg (Bettrum), Richard Backhaus (Bettrum), Günther Glowienka (Dötzum), Wulf Grube (Bundesverband Boden, Hildesheim) und Carl-Jürgen-Conrad (Geschäftsführer Landvolk Hildesheim e.V.).

Im Gespräch brachten die Hildesheimer ihre Vorbehalte gegen das geplante Erdkabel vor und machten rege von der Möglichkeit des Austauschs gebrauch. Im Fokus stand hierbei die Möglichkeit einer bodenschonenden Erdverkabelung, welche für die Landwirtinnen und Landwirte essentiell ist.

Tennet stellte nicht nur den aktuellen Planungs- und Genehmigungsstand dar, sondern erläuterte auch die Ansätze des Unternehmens für eine solche Verkabelung. Beispielsweise will das Unternehmen mit einem Pilotprojekt beim Leitungsbauprojekt Wahle-Mecklar ein bodenschonendes Erdkabelpflug-Verfahren testen. Auch steht Tennet mit der Firma AGS-Verfahrenstechnik in Kontakt, jedoch liegen von AGS noch nicht alle notwendigen Gutachten zum, von der Firma entwickelten, Verfahren vor.

Westphal unterstrich im Gespräch die Wichtigkeit einer bodenschonenden Erdverkabelung: „Klar ist, dass der Boden ein wichtiges Gut ist. Die Verkabelung darf nicht zu Lasten der Landwirte gehen“. Im Gespräch wurde deutlich, dass in der aktuellen Planungs- und Genehmigungsphase noch keine Festlegung auf eine konkrete Verlegetechnik notwendig ist.

Zur Sprache kam auch die Möglichkeit eines Suedlink-Trassenverlaufs entlang der A7. Hier bestehen Zweifel bezüglich der technischen und genehmigungsrechtlichen Machbarkeit.  Der SPD-Abgeordnete regte jedoch an, diese Möglichkeit noch einmal intensiv zu prüfen und möchte auch hier die Beteiligten noch einmal für ein Gespräch zusammenbringen.

Einig waren alle über die Notwendigkeit des Netzausbaus, der Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende ist. „Gerade die Landwirtschaft profitiert insgesamt vom Ausbau der Erneuerbaren Energien und bleibt ein wichtiger Partner“, so Bernd Westphal abschließend.       

 

 


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