Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

 
Foto: Bernd Westphal, MdB
 

Die aktuellen statistischen Zahlen zur Partnerschaftsgewalt 2017, die Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey diese Woche vorgestellt hat, sind erschreckend“, so der Hildesheimer SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Westphal.


Mehr als 138.000 Personen waren 2017 von Gewalt in Paarbeziehungen betroffen und wurden damit Opfer versuchter und vollendeter Taten.

 

Insgesamt waren es rund 114.000 Frauen und damit über 82 Prozent der Betroffenen, die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind. Fast die Hälfte von ihnen lebte in einem Haushalt mit dem Tatverdächtigen.

Die Dunkelziffer liegt vermutlich weitaus höher. Doch viele Frauen und Mädchen haben zu große Angst, über das zu sprechen, was sie erlebt haben. Opfer schämen sich oder werden selbst verantwortlich gemacht. „Viele Opfer schweigen. Dieses Schweigen müssen wir brechen. Wir müssen den Opfern Mut machen und sie dabei unterstützen, ihren Weg aus der Gewaltsituation heraus zu finden“, fordert Bernd Westphal. „Zur Unterstützung bedarf es einer guten Infrastruktur. In unserem Landkreis Hildesheim gibt es Institutionen, die hervorragende Arbeit leisten. Diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebührt unser Dank für ihr tagtägliches Engagement für betroffene Frauen und Mädchen. Und das nicht nur am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein Angebot für Betroffene, sich Hilfe zu holen und steht ihnen rund um die Uhr unter der Rufnummer 08000 116 016 zur Verfügung. Auch über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen sowie Fachkräfte beraten lassen - anonym, kostenlos, barrierefrei. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort.

Bei der Mitmachaktion des Hilfetelefons „Wir brechen das Schweigen“ kann jeder Mann und jede Frau über www.hilfetelefon.de/kampagnen-aktionen ein Zeichen gegen Gewalt setzen und sich solidarisch mit den Betroffenen erklären. „Die Frauen und Mädchen brauchen unsere Stimme“, fordert Bernd Westphal zum Mitmachen auf.

 


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